Am Anfang war das Rezept. Ich habe mir in den letzten Wochen viel Zeit genommen, um im Internet und meinen vielen Kochbüchern nach ersten Rezepten und Backideen zu suchen. Am Anfang war noch alles einfach, aber ich bin ziemlich schnell ziemlich tief in die Zucker-Materie versunken und fand mich plötzlich inmitten von Zauberstücken wie Cake Pops und gefüllten Pralinen wieder. Das alles würde ich doch niemals hinkriegen!

Es war also an der Zeit um einmal Ordnung reinzubringen. Wenn man sich ein Jahr mal so ansieht, sind zwar so viele verschiedene Süßspeisen und Kekse zur Auswahl, aber es gibt doch auch einen Rythmus - ich präsentiere: den Zucker-Kalender. Während den ersten beiden Monaten eines Jahres ist man noch vollgegessen von all den Weihnachtskeksen, hat aber nicht lange Zeit zu Verschnaufen denn die Krapfen warten schon. Die Krapfensaison ist zwar recht kurz, aber dafür üppig. Bald darauf kommen die Schoko-Osterhasen, Schoko-Ostereier und Schoko-Oster-alles dahingehoppelt mitsamt all ihren Osterlämmern und Oster-Striezeln. Die Zuckerzeit nach Ostern - zwischen April und Juni - wird auch die "Zwischen-Zucker-Zeit" genannt. In dieser Zeit kommen alle anderen Mehl- und Süßspeisen zum Vorschein, die sonst keinen festen Sendeplatz haben - von den Palatschinken und Croissants bis zu den guten alten Buchteln.
Der Sommer dagegen ist kühl - Eis in allen Geschmacksrichtungen und Formen ist angesagt! Wenn das Wetter dann kühler und die Süßspeisen wieder wärmer werden, ist die Zeit der Mohnnudeln und verschiedensten Strudel gekommen.
Vor Weihnachten - böse Zungen behaupten auch, ab August - beginnt dann die Weihnachtsbäckerei. Sie kennt keine Grenzen und erobert uns alle monatelang, aber ganz ehrlich: wir würden es gar nicht anders wollen.

Für mich heißt das jetzt: volle Konzentration und ran an die Osterlämmer!