Ich dachte bei diesem Osterlamm Rezept wäre die angegebene Schwierigkeitsstufe "leicht" richtig. Ich dachte meine Osterlamm Backform würde schon in den Ofen passen und die Klammerchen würden gut im Ofenrost halten. Ich dachte es würde alles gut und hatte mich schon gewundert ob sich ein Blogpost überhaupt auszahlt. Ich lag so falsch. So falsch.

Die Zutaten waren überschaubar, und außer dem Eierlikör nicht sehr exotisch. Ich krempelte also meine Ärmel hoch an diesem Sonntag Vormittag und machte mich daran mir mein Mise en Place herzurichten. Relativ schnell nach Backstart merkte ich, dass mir die Schüsseln nicht reichen würden (eine für das Eigelb, eine für das Eiklar, eine für die Mehlmischung, eine für die Kugel im Kopf...) deshalb musste die Salatschüssel auch herhalten. Wenn jemand von euch schon einmal Eigelb mit Staubzucker und Öl gemischt hat, weiß sie, die Konsistenz sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus - eine Mischung aus ranziger Butter und flüssigem Käse. Naja, ich war voller Vertrauen in das Rezept also machte ich weiter und zum Schluss sah das Ergebnis recht gut aus.

Bevor ich die Masse in meine Osterlamm-Form gießen konnte, musste ich sie anfetten und mit Mehl einreiben. Ich goss also den Teig in die Form bis oben hin und stellte sie in den Ofen. Das Reinstellen war aber gar nicht so einfach, weil die Klammerchen durch den schweren Teig nicht gehalten haben und ich bei angeheiztem Ofen eine knappe Minute lang diese Form fixieren musste - während sich die Backform bereits erhitzte. Schließlich hab ich die Form an die Seite des Ofens angelehnt. Nach nicht einmal 2 Minuten fing die Masse an sich zu heben und über den Rand zu fließen wie heiße Lava. Voller Schreck blieb mir nichts anderes übrig als ein Backblech unter die Form zu stellen und zuzusehen, wie sich die Lava im Ofen breitmachte. Es wäre nicht schlecht gewesen, wenn mal jemand auch im Internet schreiben würde: Achtung, bitte füllen Sie ihre Backform nur bis zur Hälfte weil sie sonst einen Kuchenvulkan erhalten.

Das Ergebnis des Osterlamm-Vulkans war flaumig und genau richtig süß, aber leider etwas deformiert weil das Herauslösen aus der Form sich einseitig verkompliziert hatte.

Die praktische Lösung der Dame des Hauses: auf die andere - nicht verwundete - Seite drehen, abgetrennten Kuchenkopf randrücken und Staubzucker drauf.